Ein Orchester, das komplett aus Blockflöten besteht – das mag zunächst befremdlich klingen. Und doch findet sich mit Picobella seit 1993 wöchentlich ein Blockflötenorchester in Dürrenbüchig ein, das mittlerweile aus rund dreißig Mitgliedern besteht.

Seit 2007 wird Picobella von dem bekannten Karlsruher Blockflötisten Daniel Koschitzki geleitet. Das Instrumentarium des Ensembles reicht vom 25 Zentimeter langen Sopranino bis zum 1,5 Meter hohen Subbass. Ähnlich breit gefächert ist auch das Repertoire von Picobella. Die Gruppe bringt polyphone Canzonen und Ricercare, festliche Barockkonzerte sowie pfiffige moderne Klänge auf die Bühne.

Mit ausgefallenen Programmen, die bisweilen auch Sänger, eine Märchenerzählerin und Perkussionisten einbinden, hat sich Picobella eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt, die es genießt, die Blockflöte fernab jeglicher Klischees in all ihren klanglichen Reizen und Facetten zu erleben. Hier wird die Blockflöte nicht nur mit Leib und Seele geblasen. Hier klingt sie auch gut! Das hat der Gruppe neben ihren regelmäßigen Auftritten in Bretten und Umgebung Konzerteinladungen bis ins Ulmer Münster eingebracht, wo sie im Jahr 2010 eine Abendmusik gestaltete.

Picobella wurde im Jahr 1993 von der Dirigentin Kirstin Kares gegründet. Was zunächst als Spielkreis von Frauen aus Dürrenbüchig und Bretten begonnen hat, ist über die Jahre zu einem stattlichen Ensemble angewachsen, das mittlerweile auch Blockflötenbegeisterte aus den Kreisen Karlsruhe, Pforzheim und Heilbronn einmal in der Woche ins idyllische Dürrenbüchig zieht. Picobella führt engagierte Amateurspieler, ausgebildete Flötisten und studierte Pädagogen in einer Gruppe zusammen. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Die Freude am Musizieren und die Lust auf frische Blockflötenklänge.